Schriftsteller gegen Rechts – Lesung am 6. Mai 2015

Die  nächste Veranstaltung in der Lesereihe „Schriftsteller gegen Rechts“ des Landesverbandes deutscher Schriftsteller Sachsen-Anhalt findet am 6. Mai 2015 um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg statt. Im Vorfeld des Gedenktages der Bücherverbrennung lesen die Hallenser Autorin und Mitglied des P.E.N. Simone Trieder und der Historiker Lars Skronowski aus ihrem dokumentarischen Roman über Mut und Freundschaft „Zelle Nr. 18“.

Die Autoren sind den Spuren der Polinnen Krystina Wituska, Maria Kacprzyk und Lena Dobrzycka nachgegangen, die im Spätsommer 1943 in der Zelle 18 der Haftanstalt Berlin-Moabit auf die Vollstreckung ihrer Strafe warteten. Vom Reichskriegsgericht wegen Spionage verurteilt, drohte ihnen der Abtransport in ein Straflager oder die Hinrichtung. Mithilfe ihrer Mutter, die zwangsverpflichtet in Moabit als Wärterin arbeitete, begann die 16 jährige Helga Grimpe einen heimlichen, sehr persönlichen Briefkontakt zu den drei jungen Frauen. Simone Trieder und Lars Skronowski haben anhand der Briefe, die Helga im „Kleeblattalbum“ durch die Bombennächte rettete und aufgrund von Gesprächen mit der Überlebenden Maria Kacprzyk und weiteren Zeitzeugen die Schicksale dieser Frauen rekonstruiert.

Die Veranstaltungsreihe wird von der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und der Kloster Bergeschen Stiftung gefördert.

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