Ausschreibung: Walter-Bauer-Stipendium 2016

1.Ziele des Stipendiums

Der aus Merseburg stammende Schriftsteller Walter Bauer wurde vom mitteldeutschen Raum so entscheidend geprägt, dass ihm diese Region zeitlebens literarische Heimat blieb. Sein umfangreiches Gesamtwerk drückt sein unbändiges Verlangen nach Freiheit, Selbstständigkeit und Ungebundensein aus. Durch seine Botschaft der Menschlichkeit und sein Bekenntnis zum europäischen Geist zählt Walter Bauer zu den bedeutenden Autoren des 20. Jahrhunderts.


Das Stipendium wird von einem Dritten gestiftet und soll Nachwuchsautoren und jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, Texte zu veröffentlichen, die als Beiträge zur Bewahrung des humanistischen Lebenswerkes von Walter Bauer angesehen werden können oder deren literarische Arbeiten eine vergleichbare künstlerische Grundüberzeugung wie Walter Bauer aufweisen.

2.Voraussetzung des Stipendiums

Es sollen Nachwuchsautoren und junge Wissenschaftler gefördert werden, die mindestens eine literarische oder fachwissenschaftliche Veröffentlichung nachweisen können oder die in ihren Arbeitsproben eine Befähigung entsprechend der vorgenannten Zielstellung zweifelsfrei erkennen lassen. Der Bewerber im literarischen Bereich darf bei Ende der Bewerbungsfrist das 30. Lebensjahr, im wissenschaftlichen Bereich das 35. Lebensjahr, nicht überschritten haben.

3. Umfang und Ausreichung der Förderung

Das Stipendium ist mit 1.500,00 € dotiert und wird gemeinsam mit dem Walter-Bauer-Preis am 04. November 2016 in Leuna vergeben. Der Stipendiat erhält eine Urkunde.

Das Stipendium soll im Sinne der künstlerischen oder wissenschaftlichen Aus- und Fortbildung zur Unterstützung der Fortführung, Vollendung oder Veröffentlichung entsprechender Arbeiten dienen, wobei ein direkter Zusammenhang mit dem Ziel des Stipendiums gewahrt bleiben muss.

Der Stipendiat hat mit der Vergabe des Stipendiums Anspruch auf 500,00 €. Die Ausreichung des Restbetrages erfolgt in fünf Monatsraten von je 200,00 €. Eine hiervon abweichende Auszahlungsweise kann in begründeten Fällen, wie z.B. zur Unterstützung einer Studienreise im Sinne des Zieles des Stipendiums, gewährt werden.

In allen Veröffentlichungen, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Erhalt des Stipendiums stehen, ist in geeigneter Weise auf das Walter-Bauer-Stipendium und seinen Stifter hinzuweisen. Der Stipendiat ist gehalten, dem Stifter und der Stadt Leuna je ein Belegexemplar zu übereigenen.

4. Verfahren der Bewerbung und Bewerbungsfristen

Jeder Bewerber kann sich persönlich um das Stipendium bewerben, ausgenommen die Mitglieder der Jury oder deren Angehörige. Er darf sich nur im Bereich der literarischen oder wissenschaftlichen Arbeit bewerben. Die Bewerbung kann formlos erfolgen und muss in deutscher Sprache abgefasst sein. Die zur Bewerbung eingereichte Arbeit bzw. das beantragte Projekt darf noch nicht veröffentlicht oder mit einem literarischen oder wissenschaftlichen Preis oder einer gleichwertigen Anerkennung bedacht worden sein.


Der Bewerber hat einzureichen:

  • die zur Beurteilung kommende literarische oder wissenschaftliche Arbeit,
  • eine Darstellung seines künstlerischen oder wissenschaftlichen Werdeganges,
  • die eidesstattliche Versicherung dass der Einreicher alleiniger Urheber der eingereichten Arbeit ist,
  • den gewünschten Verwendungszweck des Stipendiums.

Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2016.

Die Bewerbung ist zu richten an die

Stadt Leuna

Kennwort Walter-Bauer-Stipendium 2016

Rathausstraße 1

06237 Leuna

5. Jury und Vergabe des Stipendiums

Über die Vergabe des Walter-Bauer-Stipendiums entscheidet ein Preisgericht. Diesem gehören an:

  • Die Bürgermeisterin der Stadt Leuna
  • Die Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Leuna
  • Mindestens drei, maximal fünf Sachverständige.

Die Jury tagt nicht öffentlich und unter Ausschluss des Rechtsweges. Ihre Entscheidung trifft sie mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Die Berufung der Sachverständigen obliegt der die Vergabe ausrichtenden Stadt Leuna.

6. Sprachlicher Gleichstellung

Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten jeweils in männlicher und weiblicher Form.

Dr. Hagenau

Bürgermeisterin

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

Archiv