Schreibaufruf 2010/11

SCHREIBAUFRUF 2010/2011
des Friedrich-Bödecker-Kreises in Sachsen-Anhalt e.V.

in Kooperation mit dem Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V.

Unzensiert und unfrisiert: Erzählt uns was!

Wir rufen wieder alle Schüler weit und breit zu einem großen Schreibwettbewerb auf. Ein einengendes Thema oder eine beschneidende Formvorgabe hierfür gibt es auch in diesem Jahr nicht. Nein, es ist alles möglich: vom Verlauf eines mit allen fünf Sinnen erlebten Tages, bis zu Gedichten über gute oder miese Stimmungen, von der Beschreibung einer Reise, während der ihr genau beobachtet habt, bis zu Erfahrungen mit dem „ersten“ oder dem „letzten Mal“: zum ersten Mal eine Sechs, zum ersten Mal im Krankenhaus, zum ersten Mal verliebt oder zum letzten Mal geraucht, zum letzten Mal duck­mäuserisch und feige…
Versucht ganz natürlich zu erzählen und nicht zu schwatzen, versucht auch wenn es sein muss, gegen den Strich zu erzählen: zum Beispiel über Träume, Sehnsüchte und Hoffnungen oder wie es sich mit zerstörter Freundschaft, mit enttäuschter Liebe, mit den Tränen, mit der Wut, über ungerechte Be­handlung, mit den eigenen tagtäglichen Problemen oder denen der Eltern beziehungsweise den Er­wachsenen überhaupt lebt. Keiner kann euch vorschreiben, worüber ihr schreiben sollt.
Anlass könnten interessante Ereignisse im Jahreslauf sein, so vielleicht ein Ortsjubiläum oder der Ge­denktag an einen großen Schriftsteller oder Künstler? Möglicherweise interessieren euch ja auch Sa­gen, Legenden, Geschichten aus alten Zeiten, reizt es euch, mit Worten zu zaubern? Jederzeit kann zudem ein Film, ein Theaterstück, ein Musikstück, ein Bild zum Nachdenken und Schreiben anregen – vieles kann beeindrucken und zu eigenen Texten führen. Ständig sind Gedanken da, nicht zuletzt si­cherlich Gedanken über unsere Welt, die ihr möglicherweise kritisch seht.
Um Erinnerungen festzuhalten, könnte ein Dialog oder Monolog, ein Brief oder eine Tagebuchnotiz eine passende Form sein – Erinnerungen an die Großeltern eventuell, die viel wussten und vieles ver­zeihen konnten, an das Lieblingstier oder einen ganz besonderen Regenbogen… Vieles kann interes­sant für Leser sein! Gab es beispielsweise Momente in eurem Leben, in denen ihr euch richtig mächtig gefühlt habt? Oder bei welchen Menschen oder Gruppen habt ihr gelernt, zu misstrauen? Was weckte andererseits euer Vertrauen? Auch Portraits eurer Banknachbarin, des Freundes, der alten Frau von nebenan, des Lehrers, der Trainerin und vieler anderer Mitmenschen sind möglich. Ja, man könnte sogar die leblosen Dinge zu Wort kommen lassen: ein Stein ist gar nicht so leblos, wie viele denken…
So, nun haben wir einige Schreibanlässe und Schreibgegenstände genannt. Es gibt natürlich unendlich viel mehr. Aber wir sind sicher, ihr werdet schon herausfinden, worüber ihr schreiben wollt.
Wir freuen uns auf eure Einsendungen. Unser Aufruf gilt für das gesamte Schuljahr und endet am letzten Schultag vor den Sommerferien (in Sachsen-Anhalt 11.07.2011). Dann wählt eine Jury im Ar­chiv für Kindertexte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die interessantesten, ehrlichsten, originellsten Arbeiten für ein Lesebuch aus. Und einige Einsender werden sogar zu einer Schreibwerk­statt in den Herbstferien eingeladen oder bekommen Gelegenheit, ihre Texte öffentlich vorzutragen. – Nun denn, erzählt uns was!

Einsendungen an folgende Adresse:
FBK-Projektbüro
van’t-Hoff-Str.1
06237 Leuna
Tel (03461) 811894
Fax (03461) 809248
FBK-Kontakt@t-online.de
www.fbk-lsa.de

Bitte folgende Angaben nicht vergessen: Name, Vorname, Alter, Anschrift, Schule
(Bitte sendet möglichst Kopien ein, da wir all eure Texte unmöglich zurücksenden können.)

Und an jedem 2. Mittwoch im Monat besteht ab 16.00 Uhr sogar die Möglichkeit, im Krokoseum der Franckeschen Stiftungen zu Halle (06110 Halle, Franckeplatz 1, Hist. Waisenhaus) mit Euren Ideen oder Texten einen erfahrenen Schriftsteller zu konsultieren!

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

Archiv