Gedichte zum Thema „Forschergeist“ (30. April)

Die „Große Scheibenelektrisiermaschine“ aus dem Physikalischen Kabinett im Kulturhistorischen Museum Görlitz und das Gedicht „Parabase“ von Johann Wolfgang von Goethe bilden im April den Rahmen für Gedichte zum Thema „Forschergeist“.
Im April ist „lyrix“ zu Gast im Kulturhistorischen Museum Görlitz. Diesmal dreht sich alles um Wissenschaft und das, was jeden Wissenschaftler antreibt – Forschergeist! Er ist der Ursprung jeder Idee und jeder großen Erkenntnis. Forschergeist lässt aber auch Kleinkinder ihre Umgebung erkunden und treibt Entdecker in die entlegensten Winkel der Erde. Aber nicht nur Wissenschaftler gehen ihrem Forschungsdrang nach. Viele Poeten widmen dem Forschen eigene Gedichte. Früher ging es dabei oft um Fortschrittskritik oder den Konflikt zwischen Kunst und Wissenschaft. Auch Goethe hat sich in seinem Gedicht „Parabase“ mit dem Forschergeist des Menschen beschäftigt.

Die Scheibenelektrisiermaschine ist ein besonderes Symbol für den Forschergeist vergangener Zeiten. Sie entstammt dem späten 18. Jahrhundert und zeugt vom Wissensdurst der damaligen Zeit. Die Forschungen zu Elektrizität steckten noch in den Kinderschuhen, nur kleine elektrische Ladungen konnten erzeugt werden. Der damalige Besitzer der Elektrisiermaschine, Adolf Traugott von Gersdorf (1744-1807) konnte mit der Maschine Funken herstellen. Zu jener Zeit arbeitete er nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft. Die Maschine bestellte er 1792 in Amsterdam beim damals führenden Konstrukteur Cornelis van Wieckera und ließ sie sich in die Oberlausitz bringen. Sie gehört zu den letzten Elektrisiermaschinen ihrer Art weltweit.

Wie bei vielen anderen Forschungsvorhaben ging es bei der Elektrisiermaschine um Entdeckergeist und Entdeckerlust. Denn nicht nur die ersten Versuche, Elektrizität zu erzeugen, sondern auch neue Fortbewegungsmittel wie die Eisenbahn oder erste Dampfautomobile und so wichtige Erfindungen und Entwicklungen wie die Fotografie oder der Telegraf machen die Zeit um das ausgehende 18. Jahrhundert zu einer von Wissenschaft und Forschung bestimmten Epoche.

Forschergeist kann sich aber nicht nur in der Wissenschaft zeigen. Dass man mit ihm auch die eigene Sprache erkunden kann, zeigen die Gedichte vieler Lyriker. Im April freuen wir uns daher auf eure Gedichte zum Thema Forschergeist: Dichtet über berühmte Forscher, bahnbrechende Erkenntnisse, darüber, was diese Forscher antreibt und worüber sie wohl denken. Vielleicht springt ja der Funke über und ihr schickt uns auch Gedichte zur Scheibenelektrisiermaschine?

Einsendeschluss ist der 30. April 2012!
Nähere Informationen beim Deutschlandradio

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