Stipendium für Nachwuchs – Walter-Bauer-Preis

Ausschreibung für die Vergabe des Walter-Bauer-Stipendiums 2012


1. Ziele des Stipendiums
Der aus Merseburg stammende Schriftsteller Walter Bauer wurde vom mitteldeutschen Raum so entscheidend geprägt, dass ihm diese Region zeitlebens literarische Heimat blieb. Sein umfangreiches Gesamtwerk drückt sein unbändiges Verlangen nach Freiheit, Selbstständigkeit und Ungebundensein aus. Durch seine Botschaft der Menschlichkeit und sein Bekenntnis zum europäischen Geist zählt Walter Bauer zu den bedeutenden Autoren des 20. Jahrhunderts.
Das Stipendium wird von einem Dritten gestiftet und soll Nachwuchsautoren und jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, Texte zu veröffentlichen, die als Beiträge zur Bewahrung des humanistischen Lebenswerkes von Walter Bauer angesehen werden können oder deren literarische Arbeiten eine vergleichbare künstlerische Grundüberzeugung wie Walter Bauer aufweisen.
2. Voraussetzung des Stipendiums
Es sollen Nachwuchsautoren und junge Wissenschaftler gefördert werden, die mindestens eine literarische oderfachwissenschaftliche Veröffentlichung nachweisen können oder die in ihren Arbeitsproben eine Befähigung entsprechend der vorgenanten Zielstellung zweifelsfrei erkennen lassen. Der Bewerber im literarischen Bereich darf bei Ende der Bewerbungsfrist das 30. Lebensjahr, im wissenschaftlichen Bereich das 35. Lebensjahr,  nicht überschritten haben.
3. Umfang und Ausreichung der Förderung
Das Stipendium ist mit 1.500,00 Euro dotiert und wird gemeinsam mit dem Walter-Bauer-Preis am 07. November 2012 in Leuna vergeben. Der Stipendiat erhält eine Urkunde.
Das Stipendium soll im Sinne der künstlerischen oder wissenschaftlichen Aus- und Fortbildung zur Unterstützung der Fortführung, Vollendung oder Veröffentlichung entsprechender Arbeiten dienen, wobei ein direkter Zusammenhang mit dem Ziel des Stipendiums gewahrt bleiben muss.
Der Stipendiat hat mit der Vergabe des Stipendiums Anspruch auf 500,00 ¬. Die Ausreichung des Restbetrages  erfolgt in fünf Monatsraten von je 200,00 ¬.
Eine  hiervon abweichende Auszahlungsweise kann in begründeten Fällen, wie z.B. zur Unterstützung einer Studienreise im Sinne des Ziels des Stipendiums, gewährt werden.
In allen Veröffentlichungen, welche in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Erhalt des Stipendiums stehen, ist in geeigneter Form auf das Walter-Bauer-Stipendium und seinen Stifter hinzuweisen. Der Stipendiat ist gehalten, dem Stifter und der Stadt Leuna je ein Belegexemplar zu übereignen.
4. Verfahren der Bewerbung und Bewerbungsfristen
Jeder Bewerber kann sich persönlich um das Studium bewerben, ausgenommen die Mitglieder der Jury oder deren Angehörige. Er darf sich nur im Bereich der literarischen oder der wissenschaftlichen Arbeit bewerben. Die Bewerbung kann formlos erfolgen und muss in deutscher Sprache abgefasst sein. Die zur Bewerbung eingereichte Arbeit bzw. das beantragte Projekt darf noch nicht veröffentlicht oder mit einem literarischen oder wissenschaftlichen Preis oder einer gleichwertigen Anerkennung bedacht worden sein.
Der Bewerber hat einzureichen:
– die zur Beurteilung kommende literarische oder wissenschaftliche Arbeit,
– eine Darstellung seines künstlerischen oder wissenschaftlichen Werdeganges,
– die eidesstattliche Versicherung, dass der Einreicher alleiniger Urheber der eingereichten Arbeit ist,
– den gewünschten Verwendungszweck des Stipendiums, ggf. den Nachweis der Inverlagnahme der
Arbeit.
Die Bewerbungsfrist für die Vergabe des Stipendiums endet am 30. Juni 2012.
Die Bewerbung ist zu richten an die
Stadt Leuna
Kennwort Walter-Bauer-Stipendium 2012
Rathausstraße 1
06237 Leuna
Der sich Bewerbende muss über eine zustellbare Adresse verfügen.
5. Jury und Vergabe des Stipendiums
Über die Vergabe des  Walter-Bauer-Stipendiums entscheidet ein Preisgericht. Diesem gehören an:
– die Bürgermeisterin der Stadt Leuna,
– der Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Leuna,
– mindestens drei, maximal fünf Sachverständige.

Die Jury tagt nicht öffentlich und unter Ausschluss des Rechtsweges. Ihre Entscheidung trifft sie  mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Die Berufung der Sachverständigen obliegt der die Vergabe ausrichtenden Stadt Leuna.

6. Sprachliche Gleichstellung
Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten jeweils in männlicher und weiblicher Form.
Leuna, am 19. April 2012
Dr. Hagenau
Bürgermeisterin

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