Schreibwettbewerbe enden am 20.7.2014

Zwei Schreibwettbewerbe des Friedrich-Bödecker-Kreises Sachsen-Anhalt e. V. enden mit dem Schuljahr am 20.7.2014 – Die Einzelheiten:

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SCHREIBAUFRUF 2013/2014

des Friedrich-Bödecker-Kreisesin Sachsen-Anhalt e.V.

in Kooperation mit

dem Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V.

Unzensiert und unfrisiert: Erzählt uns was!

Wir rufen wieder alle Schüler und Schülerinnen zu einem großen Schreibwettbewerb auf. Ein einengendes Thema oder eine Formvorgabe hierfür gibt es auch in diesem Jahr nicht. Es ist alles möglich: vom Verlauf eines mit allen fünf Sinnen erlebten Tages, von der Beschreibung einer Reise, bis zu Erfahrungen mit dem „ersten“ oder dem „letzten Mal“: zum ersten Mal eine Sechs, zum ersten Mal im Krankenhaus, zum ersten Mal verliebt oder zum letzten Mal geraucht …Versucht ganz natürlich zu erzählen und nicht zu schwatzen. Versucht, auch wenn es sein muss, gegen den Strich zu erzählen: zum Beispiel über Träume, Sehnsüchte und Hoffnungen oder wie es sich mit zerstörter Freundschaft, mit enttäuschter Liebe, mit den Tränen, mit der Wut, mit den eigenen tagtäglichen Problemen oder denen der Eltern beziehungsweise den Erwachsenen überhaupt lebt. Keiner kann euch vorschreiben, worüber ihr schreiben sollt.

Um Erinnerungen festzuhalten, könnte ein Brief oder eine Tagebuchnotiz eine passende Form sein – Erinnerungen an die Großeltern eventuell, die viel wussten und vieles verzeihen konnten, an das Lieblingstier oder einen ganz besonderen Moment … Auch Portraits eurer Banknachbarin, des Freundes, der alten Frau von nebenan, des Lehrers, der Trainerin und vieler anderer Mitmenschen sind möglich. Ja, man könnte sogar die leblosen Dinge zu Wort kommen lassen: ein Stein ist gar nicht so leblos, wie viele denken… Auch große Jubiläen oder Jahrestage könnten Anregungen geben.

Wir sind sicher, ihr werdet schon herausfinden, worüber ihr gern schreiben wollt.

Wir freuen uns auf eure Einsendungen. Unser Aufruf gilt für das gesamte Schuljahr und endet am letzten Schultag vor den Sommerferien (in Sachsen-Anhalt 20.07.2014). Dann wählt eine Jury im Archiv für Kindertexte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die interes­santesten, ehrlichsten, originellsten Arbeiten für ein Lesebuch aus. Wenn ihr an einer Veröffentlichung eures Textes in diesem Lesebuch interessiert seid, sollte dieser allerdings nicht länger als 2-3 A4-Seiten sein. Alle eingereichten Texte werden in das Archiv für Kindertexte aufgenommen und stehen dort auch Forschungszwecken und entsprechenden Publikationen zur Verfügung. Einige Einsender werden sogar zu einer Schreibwerkstatt in den Herbstferien eingeladen oder bekommen Gelegenheit, ihre Texte öffentlich vorzutragen.

Schickt eure Texte bitte mit folgenden Angaben:

Name an die FBK-Kontaktstelle

Vorname van’t-Hoff-Str.1

Alter/Klasse 06237 Leuna

Schule Fax: (03461) 809248

Anschrift FBK-Kontakt@t-online.de

www.fbk-lsa.de

Bitte sendet möglichst Kopien ein, da wir all eure Texte unmöglich zurücksenden können. Es wäre außerdem schön, wenn ihr die Texte auch in digitaler Form einreicht, da wir so besser mit ihnen weiterarbeiten können.

An jedem 2. Mittwoch im Monat besteht ab 16.00 Uhr sogar die Möglichkeit, im Krokoseum der Franckeschen Stiftungen zu Halle (06110 Halle, Franckeplatz 1, Historisches Waisenhaus) mit Euren Ideen oder Texten einen erfahrenen Schriftsteller zu konsultieren. Und im Programm von MDR FIGARINO, dem Kinderfunk des Mitteldeutschen Rundfunks, werdet Ihr immer wieder Hinweise auf unseren Aufruf entdecken.

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Nie wieder Völkermord!“ –

Schreibaufruf des Friedrich-Bödecker-Kreises in Sachsen-Anhalt e.V.

und der Writers’ Union of Armenia

Wir rufen Schüler mit Geschichtsverständnis und –interesse, Schüler mit Gerechtigkeitssinn weltweit, vor allem aber in den Partnerländern Armenien und Sachsen-Anhalt auf, Texte zu diesem brisanten Thema zu verfassen, eure Meinung kundzutun.

Nicht nur, dass es immer noch und immer wieder zu Völkermorden kommt, manche Regierungen bestreiten sogar, dass Völkermorde stattgefunden haben. Ein unrühmliches Beispiel bietet die türkische Regierung, die den 1915 begonnenen Völkermord an mindestens 1,5 Millionen Armeniern im Zuge des Ersten Weltkriegs verleugnet. Ein Jahrhundert danach versucht die türkische Regierung noch immer zu verhindern, dass die Armenier die schmerzliche Geschichte ihrer Leiden unter der damaligen türkischen Diktatur erzählen. Wir alle müssen aber im Sinne der UNO-Konvention zur Prävention der Genozide (Lemkin 1948) sicherstellen, dass die Wahrheit verbreitet wird und dürfen nicht erlauben, dass Genozid weiterhin geleugnet werden kann.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden unter der Nazi-Diktatur sechs Millionen Juden und zahllose Zivilisten anderer ethnischer und sozialer Gruppen umgebracht. Nach diesem schrecklichen Krieg wurde die UNO in der Hoffnung gegründet, eine gerechtere und friedliche Welt zu schaffen. Wichtig waren hierbei zwei Dokumente: Die Erklärung der Menschenrechte und die Konvention über die Verhütung und Bestrafung von Völkermord. Diese Erklärungen sind ein Versuch, ethnisch begründeten Mord zu beenden und die Völker der Welt zu schützen. Leider war dies nicht ausreichend. Denn auch in jüngerer Zeit, so in den 1990er Jahren beispielsweise beging die nationalistische Militärregierung der Hutu in Ruanda Völkermord an hunderttausenden Tutsi.

Auch heute noch ist es also ein aktuelles und ernstes Problem, dass weltweit Menschen getötet werden, weil sie anderen Rassen, Stämmen oder Nationen angehören oder andere Sprachen sprechen, nach anderen religiösen Vorstellungen leben und andere Bräuche pflegen. Was veranlasst eine Gruppe dazu, gegen eine andere solche Aggression zu hegen? Glauben Sie, dass löst Probleme? Was können wir gegen Vorurteile, Feindseligkeit und Gewalt tun? Wie können wir Völkermord Einhalt gebieten? Wie können wir Massentötungen von unschuldigen Kindern, deren Eltern, von Menschen verhindern? Wie können wir Minderheiten schützen? Wäre es ein erster Schritt, mehr Respekt und Toleranz gegenüber Menschen zu entwickeln, die sich von uns unterscheiden? Kann es zu einem nächsten Völkermord führen, wenn wir schweigen, zusehen, nicht handeln?

Wir sind gespannt auf eure Einsendungen. Jede Textform und –art ist möglich. Unser Aufruf gilt für das gesamte Schuljahr 2013/14 und endet am 20.07.2014. Dann wählt eine Jury in Armenien und eine in Sachsen-Anhalt die interessantesten, ehrlichsten, originellsten Arbeiten für ein Lesebuch aus. Wenn ihr an einer Veröffentlichung eures Textes in diesem Lesebuch interessiert seid, sollte dieser allerdings nicht länger als 2-3 A4-Seiten sein. Alle eingereichten Texte werden in das Archiv für Kindertexte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufgenommen und stehen dort auch Forschungszwecken und entsprechenden Publikationen zur Verfügung. Schickt eure Texte in Sachsen-Anhalt bitte mit den Angaben: – Name, Vorname, Anschrift, Alter/Klasse, Schule –

an die:

FBK-Kontaktstelle

van’t-Hoff-Str.1

06237 Leuna

Fax: (03461) 809248

FBK-Kontakt@t-online.de

www.fbk-lsa.de

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